Die Hundetrainerin Fleischmann

Johanna Fleischmann

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3 No-Gos im Hundetraining - Und warum sie deinem Hund schaden

Inhalt

Du gibst jeden Tag alles für deinen Hund. Du recherchierst, du fragst nach, du probierst aus. Und trotzdem hast du manchmal das Gefühl, dass ihr nicht wirklich vorwärtskommt – oder dass sich etwas nicht ganz richtig anfühlt. Vielleicht macht ihr sogar Rückschritte und in manchen Situationen weißt du langsam nicht mehr weiter...

Das kenne ich aus meiner langjährigen Arbeit als Hundetrainerin. Viele Menschen kommen zu mir, nachdem sie viel ausprobiert haben. Mit viel Engagement, aber leider manchmal mit Ansätzen, die ihrem Hund nicht wirklich helfen – oder ihm sogar schaden.

In diesem Beitrag möchte ich dir drei No-Gos vorstellen, die mir im Hundetraining immer wieder begegnen. Mir geht es darum dir zu zeigen, welche Fehler und Umwege du dir sparen kannst, sodass du die Ziele mit deinem Hund schneller, leichter und als echtes Mensch-Hund-Team gemeinsam erreichen kannst.

No-Go 1: Internet-Tipps blind ausprobieren

Kennst du das? Du scrollst abends durch Instagram oder YouTube, siehst ein Video mit einem Hund, der in drei Minuten aufgehört hat zu ziehen – und denkst: „Das probiere ich morgen gleich aus."

Ich verstehe das total. Das Internet ist voll von gut gemeinten Ratschlägen, kurzen Clips und schnellen Lösungen. Und natürlich steckt dahinter der aufrichtige Wunsch, dem eigenen Hund zu helfen und Probleme im Alltag erfolgreich zu lösen.

Das Problem ist nicht der Tipp an sich. Das Problem ist der fehlende Kontext.

Was bei einem selbstsicheren, gut sozialisierten Labrador wunderbar funktioniert, kann bei einem ängstlichen Tierschutzhund das genaue Gegenteil bewirken.

Ich erlebe das regelmäßig in meiner Arbeit: Eine Halterin kommt zu mir, weil ihr Hund auf einmal noch nervöser geworden ist – und wenn wir zusammen schauen, stellen wir fest, dass gut gemeinte Übungen aus dem Internet der Auslöser waren. Nicht unbedingt, weil die Übung grundsätzlich falsch ist, sondern weil sie für diesen Hund, in diesem Moment, in dieser Situation schlicht nicht gepasst hat.

Dein Hund ist einzigartig. Sein Verhalten ist das Ergebnis seiner Lebensgeschichte, seiner Lernerfahrungen, seiner Persönlichkeit und seiner individuellen Bedürfnisse. Auch die Genetik deines Hundes und natürlich die Beziehung zwischen dir und deinem Hund beeinflussen sein Verhalten. Kein Video aus dem Internet mit Tipps, Übungen oder Anleitungen kann diese vielen Faktoren berücksichtigen, die das Verhalten deines Hundes ausmachen.

Hund beobachtet aufmerksam seine Umgebung – Hundetraining braucht individuellen Kontext

Jeder Hund ist anders: Was für einen Hund passt, kann einem anderen schaden.

No-Go 2: Trainieren ohne Analyse von Vorgeschichte, Lernerfahrungen und Umweltfaktoren

Das führt mich direkt zum zweiten No-Go – und dem, was ich für einen der wichtigsten Grundsätze im artgerechten Hundetraining halte: Erst verstehen, dann trainieren.

Bevor ich mit einem Mensch-Hund-Team arbeite, möchte ich so viel wie möglich über den Hund wissen. Woher kommt er? Was hat er erlebt? Wie hat er bisher auf bestimmte Situationen reagiert? Welche Erfahrungen hat er mit anderen Hunden, mit Menschen, mit seiner Umwelt gemacht? Wie ist sein aktuelles Stresslevel – und was passiert bei ihm zuhause? Wie ist die Interaktion zwischen Mensch und Hund? Wie die Beziehung oder Bindung?

Denn Verhalten entsteht nicht im Vakuum. Ein Hund, der beispielsweise an der Leine andere Hunde oder Menschen anbellt, tut das nicht ohne Grund. Eine genaue Analyse der Situation wird die Motivation des Hundes hinter diesem Verhalten zeigen. Denn erst dann, wenn wir die Motivation des Hundes verstanden haben, können wir erst die richtigen Trainingsschritte planen.

Die beiden folgenden Beispiele aus meinen Einzeltrainings verdeutlichen, wie wichtig eine genaue Analyse ist. Die Ausgangsituation sieht auf den ersten Blick gleich aus: Beide Hunde bellen und knurren andere Hunde an der Leine an. Die Trainingsansätze hingegen unterscheiden sich nach genauer Analyse jedoch sehr deutlich.

Also schauen wir uns die relevanten Faktoren an:

Hund A, ein kleiner Mischling aus dem Auslandstierschutz, ca. 1 Jahr alt, seit einigen Monaten bei seinem Frauchen. Sehr unsicher gegenüber Menschen und Hunden, schnell gestresst durch Umweltreize. Lernerfahrungen: Wenn ich andere Hunde anbelle und anknurre, dann bleiben sie auf Abstand. Trainingsansätze: Bindungsaufbau, dem Hund durch Struktur und Vorhersehbarkeit Sicherheit vermitteln, Unsicherheiten gegenüber Menschen und anderen Hunden kleinschrittig durch positive Erfahrungen abbauen.

Hund B, ein Mini-Australian Shepherd, in einem deutschen Tierheim geboren, ca. 6 Jahre alt, seit Welpenalter bei seinem Herrchen. Alltag geprägt von Langeweile. Frustrationstoleranz kaum vorhanden. Fehlende körperliche und geistige Auslastung führen dazu, dass der Hund sich "Aufgaben" sucht, unter anderem andere Hunde durch Bellen und Knurren zu vertreiben. Dieses Verhalten bringt Abwechslung in den sonst tristen Alltag, wirkt selbstbelohnend für den Hund, weil er damit Erfolg hat. Trainingsansätze: Regelmäßige geistige und körperliche Auslastung anbieten, Aufbau von Frustrationstoleranz, klare Vorgabe von Rahmenbedingungen (was ist erlaubt, was ist verboten), Aufbau von alternativem (erwünschtem) Verhalten bei Hundebegegnungen.

Gutes Hundetraining basiert auf dem neuesten Stand der Wissenschaft – und der sagt uns klar: Verhalten ist immer kontextabhängig und wird beeinflusst durch Genetik, Persönlichkeit, Lernerfahrungen. Wer das ignoriert, trainiert an den Bedürfnissen des Hundes vorbei.

Hundetrainerin Johanna Fleischmann arbeitet auf Augenhöhe mit Hund – Analyse und Bindungsarbeit im Hundetraining bei Husum

Erst verstehen, dann trainieren: Bindung als Grundlage für erfolgreiches Hundetraining.

No-Go 3: Das Knurren wegtrainieren

Dieser Punkt überrascht viele. Warum ich ihn hier aufgreife? Weil er so gefährlich ist: Für den Hund, seinen Menschen und die gesamte Umwelt.

Wenn ein Hund knurrt, ist die erste Reaktion vieler Menschen verständlicherweise Erschrecken oder Ärger. „Das darf er nicht!" Und dann wird versucht, das Knurren zu unterbinden – durch ein lautes „Nein", durch Ignorieren, manchmal durch Strafe.

Ich bitte dich jedoch: Tu das nicht.

Knurren ist keine Unverschämtheit. Knurren ist Kommunikation. Dein Hund sagt dir damit: „Ich fühle mich unwohl. Ich brauche Abstand. Ich fühle mich bedrängt." Oder auch "Mein Futter, mein Stock, meine Ressource. Geh weg (, sonst löchere ich dich)." Knurren ist ein wichtiges verbales Warnsignal, bevor eine Situation gegebenenfalls auch körperlich, unter Umständen unter Einsatz der Zähne, ausgetragen wird.

Wenn du das Knurren wegtrainierst, nimmst du deinem Hund seine Stimme. Er lernt, dass Warnen keinen Sinn hat – und überspringt diesen Schritt beim nächsten oder übernächsten Mal. Was bleibt, ist ein Hund, der beißt, ohne vorher durch Knurren zu warnen. Nicht weil er gefährlicher geworden ist, sondern weil er gelernt hat, dass sein Signal nicht gehört wird.

In meiner Arbeit als Hundetrainerin mit ängstlichen und unsicheren Hunden ist das Knurren oft eine wichtige Form des Ausdrucks, das ich beobachte. Knurren ist kein Problem – es ist ein Hinweis darauf, was den Hund bewegt. Und wenn wir diesen Hinweis ernst nehmen, kommen wir dem Hund, seinen Bedürfnissen und seiner Motivation wirklich näher.

Die Frage ist in obigem Beispiel nicht: „Wie bringe ich ihm bei, nicht mehr zu knurren?" Die Frage ist: „Was löst das Knurren aus – und wie kann ich meinem Hund dabei helfen, sich in dieser Situation sicherer zu fühlen?"

Hund gähnt – Körpersprache und Stresssignale im Hundetraining bei Schleswig verstehen

Gähnen, Wegschauen, Knurren: Dein Hund spricht. Hörst du ihm zu und verstehst du, was er dir sagt?

Was du dir heute mitnehmen kannst

Hundetraining ist kein Rezept, das für alle gleich funktioniert. Individuell abgestimmtes Hundetraining braucht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit – zwischen dir und deinem Hund – und zwischen dir und einer Hundetrainerin, die euch wirklich kennt und versteht.

Wenn du dir unsicher bist, was dein Hund dir gerade sagt – oder warum bestimmte Dinge einfach nicht klappen – dann ist das kein Grund zur Frustration. Es ist eine Einladung, genauer hinzuschauen.

Genau dafür bin ich da.

In meiner Online-Hundesprechstunde nehmen wir uns Zeit für eure ganz individuelle Situation. Kein pauschaler Tipp, kein Schema F – sondern ein ehrliches Gespräch über das, was euer Mensch-Hund-Team wirklich braucht.

Hier kannst du dir deinen Termin sichern.

Ich freue mich auf dich und deinen Hund.

Ich habe online eine Übung gesehen, die gut aussieht. Kann ich die einfach ausprobieren?

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, sich inspirieren zu lassen. Wichtig ist aber, dass du einschätzen kannst, ob die Übung zu deinem Hund passt – zu seiner Geschichte, seinem Lernstand und seinem aktuellen Stresslevel. Was bei einem selbstsicheren Hund funktioniert, kann bei einem ängstlichen Hund das Gegenteil bewirken. Im Zweifel lohnt sich ein kurzes Gespräch mit einer Fachperson, bevor du startest.

Wie lange dauert es, bis Hundetraining wirklich wirkt?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Erste Veränderungen siehst du oft schon am Anfang des Trainings. Wie schnell sich etwas grundlegend verändert, hängt von vielen Faktoren ab: Der Vorgeschichte deines Hundes, dem Verhalten, das ihr verändern möchtet, und davon, wie konsequent ihr im Alltag arbeitet. Was ich dir sagen kann: Nachhaltige Veränderung braucht Zeit. Und sie lohnt sich.

Mein Hund hatte eine schwierige Vergangenheit als Tierschutzhund. Kann er trotzdem noch lernen?

Ja – auf jeden Fall. Hunde sind unglaublich anpassungsfähig, egal was sie erlebt haben. Für Hunde und Menschen gilt gleichermaßen, dass lebenslanges Lernen möglich ist. Tierschutzhunde brauchen oft etwas mehr Zeit, Geduld und ein Training, das wirklich auf ihre individuellen Bedürfnisse eingeht. Aber mit der richtigen Begleitung und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen dir und deinem Hund ist sehr viel möglich.

Mein Hund knurrt mich manchmal an – soll ich das ignorieren oder unterbinden?

Bitte weder noch. Knurren ist die Art deines Hundes, dir zu sagen, dass er sich unwohl fühlt oder mit etwas nicht einverstanden ist. Ignorierst du es, fühlt er sich nicht gehört. Unterbindest du es, verliert er seine wichtigste Warnfunktion. Statt das Knurren wegzutrainieren, lohnt es sich, der eigentlichen Ursache auf den Grund zu gehen: Was löst es aus? Unsicherheit oder Angst? Oder handelt es sich um eine Ressourcenverteidigung? In jedem Fall: Nimm es bitte sehr ernst und hole dir im Zweifel professionelle Hilfe zur Einschätzung der Ursachen.

Ich bin unsicher, ob ich professionelle Hilfe brauche oder ob ich das selbst hinbekomme. Was würdest du mir raten?

Wenn du das Gefühl hast, dass ihr feststeckt – oder dass du deinen Hund einfach nicht wirklich verstehst – dann ist das bereits ein guter Grund, dir Unterstützung zu holen. Das bedeutet nicht, dass du etwas falsch gemacht hast. Es bedeutet, dass du bereit bist, noch besser für deinen Hund da zu sein. Meine Online-Hundesprechstunde ist genau der richtige erste Schritt: unkompliziert, individuell und ohne große Hürden.

Es ist an der Zeit, dass das Leben mit deinem Hund so wird, wie du es dir
immer erträumt hast. Und genau dabei möchte ich dir helfen.

So kannst du mit mir zusammenarbeiten

Trainings-Angebote

Meine Trainingsangebote richten sich an dich und deinen Hund, wenn du in der Region zwischen Flensburg, Heide, Husum und Schleswig wohnst.

Meine Gruppen und Kurse finden in der Nähe von Winnert/Ostenfeld statt.

Online-Angebote

Meine Online-Angebote richten sich an dich und deinen Hund - ganz unabhängig von deinem Wohnort.

Die Online-Angebote finden per Videokonferenz statt.

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Moin, ich bin Johanna - Hundetrainerin und Hundeverhaltenstherapeutin aus Leidenschaft.

Seit 2017 helfe ich Menschen dabei, ihren Hund und sein Verhalten richtig zu verstehen und mit ihrem Hund zu einem echten Team zusammenzuwachsen.

Bei mir sind alle Menschen und ihre Hunde willkommen - unabhängig von Alter, Herkunft oder Vorgeschichte.

Problemverhalten bei Hunden geht oft einher mit massivem Stress. Und Stress wiederum bedingt oder verstärkt Problemverhalten.

Weißt du, wie gestresst dein Hund wirklich ist?

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